
Eines Nachts kamen wir – 4 Freunde – von irgendwoher, um uns noch bei einer von uns zu versammeln, da sie sturmfrei hatte.
Viele Wochen im Sommer sind wir nur des nachts herausgekommen, um dann bei Tageslicht wieder zu verschwinden.
Jedenfalls war es also des nachts, ein schöner Vollmond. Zeit für ein Sonnenbad. Und so setzten wir uns vor das Haus auf Sonnenstühle und cremten uns mit einer weißen Paste ein, in der Annahme, dass wir dann keinen Sonnenbrand bekommen. So sahen wir sehr lustig aus mit unseren leuchtenden Gesichtern im Dunkeln.
Irgendwann geht aber auch eine schöne Nacht zu Ende, und die Sonne kommt heraus – Zeit also zu verschwinden.
Gerade, als wir uns verflüchtigen wollten, kommt eine atemlose Nachbarin auf uns zu gerannt und meinte nur: “ Die Katze ist tot!“
Ja, also eine Katze gehörte hierher, aber die äh – war doch grad noch da…
„Eine schwarze mit weißem Fleck auf der Brust?“ - „Jaja, die ham sie totgefahren“
Na sauber, also hin auf die Strasse – dass wir weiße Gesichter hatten ist der guten Frau gar nicht aufgefallen, oder sie war schon daran gewöhnt von uns.
Und da lag sie – recht platt gefahren die Katze, ja, schwarz mit weißem Fleck auf der Brust. Und röchelte noch und spuckte Blut.
„Scheiße, die Katze ist tot“
Mann mann, was also tun – mit unserer Erscheinung sammelten wir auch nicht gerade Mitgefühl – alle in schwarz mit weißen Gesichtern, die mitten auf der Strasse vor einer Fell-Etwas knien.
Tja, also mussten wir wohl oder übel einen Behälter holen um die Katze anständig zu begraben.
Und als ob das nicht schon schlimm genug war, war diese vollständig plattgefahren als 2 von uns wieder kamen, die Aufpasser meinten: “ da is alles drüber, was Räder hatte verdammt!“
Und wirklich, sie war ungefähr noch 2 cm hoch und wie im Trickfilm – einfach – total – platt.
Die Besitzerin der Katze – von uns – war den Tränen nahe, wusste aber auch nicht so recht, was tun bei diesem Anblick. Wir holten also eine Schaufel, um diesen – Fleck – richtiggehend – von der Strasse zu kratzen, packten das Ding in eine Kiste und stellten sie erstmal in die Garage.
Nach einiger Zeit hatten wir uns soweit erholt, dass wir uns schon nach einem schönen Begräbnisplatz umgeschaut hatten,
als – trara -sich die „richtige“ Katze ganz selbstverständlich schnurrend zu uns gesellte.
Die Freude war natürlich groß, aber dann stellte sich natürlich die Tatsache, dass wir eine tote Katze in der Garage hatten.
Das ganze zog sich dann noch bis mittag hin, indem wir diese endlich auf der Wiese hinter dem Haus vergruben. Mit Kreuz und Blumenschmuck und Gesang und allem drumherum…
Ich war trotzdem froh, mich endlich bis zum dunkel-werden verkriechen zu können

